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Leigh Bardugo – „Das Lied der Krähen“

Nun habe ich gerade „Das Lied der Krähen“ von Leigh Bardugo frisch beendet und bin immer noch wie gebannt! Dieses Buch hat einfach alles: super ausgearbeitete Charaktere, die richtige Prise Humor, Spannung, unerwartete Wendungen und Zusammenführungen… das musst du gelesen haben!
Kein Wunder, dass dieser Fantasy-Bestseller schon in 20 Sprachen übersetzt wurde.

„Dirtyhands war gekommen, und er würde zusehen, dass die Drecksarbeit erledigt wurde.“

Worum geht es? Man kann sich vielleicht eine Mischung aus Ocean’s Eleven, Mission Impossible und dem A-Team vorstellen. Eine unmögliche Aufgabe mit einer unverschämt hohen Belohnung: Es gilt, jemanden aus einer bislang unbezwungenen Festung herauszuholen. Wobei das Buch aber wirklich getragen wird von den unglaublich ans Herz gehenden Charakteren. Sie sind alle Überlebende. Ihre Vergangenheit hat sie zu dem geformt, was sie nun sind. Gerade das macht es nicht immer so ganz einfach.

Selten habe ich es derart bedauert, dass ich mir das Ebook statt dem gedruckten Buch gekauft habe. Nicht nur, dass das Cover und die innen befindlichen Karten selbstverständlich auf dem Lesegerät nicht so anzuschauen sind (Beschriftungen kaum lesbar), das gedruckte Buch hat sogar einen schwarzen Buchschnitt!

Der englische Titel „Six of Crows“ klingt weniger GoT-inspiriert und verrät uns auch schon, wie viele „Krähen“ wir durch die Geschichte begleiten werden. Ich könnte dir zu den einzelnen Charakteren was erzählen, aber lass lieber den Trailer auf dich wirken!

>> Hier der offizielle Trailer von Droemer Knaur <<

>> Hier eine geniale Fan-Animation <<

Anderen Rezensionen habe ich entnommen, dass viele Leser Probleme hatten, sich in die Welt einzufinden, was ich allerdings absolut nicht nachvollziehen kann. Es gibt genug Erläuterungen und im Laufe des Buches wird das Gesamtkonstrukt selbstverständlich immer klarer. Man darf vielleicht nicht davon ausgehen, dass einem alle Erklärungen mit einem Mal vorgesetzt werden. Es ist eher ein langsames Rantasten, dadurch wird man aber auch nicht mit zu viel Information überlastet.

„Das Herz ist ein Pfeil. Es braucht ein Ziel, um zu treffen.“

Es dauert seine Zeit, bis die eigentliche Handlung (vom Klappentext) anläuft. Dafür wird viel Raum für die Charaktereinführung gelassen. Immerhin sind es 6 Personen und alle sehr unterschiedlich in ihren Begabungen, ihrer Herkunft und auch in ihren Schwächen. Pro Kapitel schlüpfst du in einen anderen Charakter und wirst dabei mit Rückblicken bzw. Hintergrundwissen gefüttert. Das Buch hat brutale Seiten, aber auch eine zarte Romantik. Viel Sehnsucht, aber auch Verzweiflung. Und verdammt gute Dialoge!

In die deutsche Übersetzung schlichen sich kleine Fehler ein. Zum Beispiel gibt es in dieser Welt eine eigene Währung, dennoch taucht in einer Redewendung der Cent auf. Wer wirklich ohne solche Störungen auskommen möchte, dem bleibt nur das Original.

Etwas Enttäuschung kann ich trotz meiner Euphorie  nicht verhehlen, denn bis die Dilogie mit dem Band „Das Gold der Krähen“ weitergeht, gilt es tatsächlich bis zum 03. September 2018 zu warten. Wem die Wartezeit zu lang ist, der kann sie aber vielleicht mit der Grischa-Trilogie überbrücken, die im selben Universum spielt (jedoch vollkommen unabhängig).

„Keine Klageweiber, keine Beerdigungen.“

Das Lied der Krähen

  • Titel: „Das Lied der Krähen“
  • Autor: Leigh Bardugo
  • Verlag: Droemer Knaur
  • Genre: Fantasy
  • Ersterscheinung: 02.10.2017
  • 592 Seiten
  • Preis: 16,99 € (Ebook 14,99 Euro)
  • ISBN 978-3-426-65443-9
  • erhältlich broschiert oder als Ebook

Mehr Infos zu Autor und Buch gibt es hier bei >> Droemer Knaur <<

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Katharina Seck – „Tochter des dunklen Waldes“

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„Es gab Geheimnisse im Morgenwald, für die es keine Erklärung gab, ebenso wenig wie für die Magie, die in ihm wirkte.“ 
(S. 167)

Schauderhafte Geschichten umranken den Morgenwald, an dessen Rand das Dorfmädchen Lilah lebt und neugierige Blicke auf ihn wirft. Nur Dorean vertraut sie ihre Sehnsucht nach dem Unbekannten an, doch ausgerechnet dieser verschwindet, kurz nachdem eine Leiche am Waldrand entdeckt wurde. Lilah trifft eine tiefgreifende Entscheidung und folgt ihm nach… in den Morgenwald.

„Tochter des dunklen Waldes“ ist ein düster-romantisches Abenteuer in einer detailreich beschriebenen Fantasy-Welt. Die Idee der entworfenen phantastischen Welt ist einmalig und wird mit feinen malerischen Nuancen in Szene gesetzt, die Handlungsorte geradezu greifbar machen. Es wird eine ganz neu erdachte Art von Magie vorgestellt, die einen Großteil der Sympathie des Buches ausmacht.

Die Protagonistin Lilah ist sich ihrer Emotionen nicht immer ganz sicher. Sie ist hin- und hergerissen zwischen dem Altbekannten und dem Neuen. Und dann wäre da noch Dorean, den sie glaubte, gut zu kennen, aber den auf einmal so viele Geheimnisse umhüllen. Die Figuren wurden mit viel Liebe ausgearbeitet und agieren in einer märchenhaften Atmosphäre, die einen träumen lässt.

Die Verbindung und Übereinstimmung von Cover und Erzählung stimmt zufrieden und das Cover spricht mit seinem schönen Design für sich selbst. Der Schreibstil der Autorin ist sehr beschreibend, besonders wenn es um faszinierende Landschaften oder Lilahs Empfindungen geht, doch auch Dialoge kommen nicht zu kurz.

Lilahs Gefühle sind ein wildes Auf und Ab, das uns mitreißt und die Geheimnisse, die Dorean umgeben, gelüftet wissen will. Gerade am Ende des Buches muss sehr um ein Happy End gebangt werden und die Spannung steigt in ungeahnte Höhe.

Ein wunderschönes Nachwort, das an uns alle appelliert und nah am Puls der Zeit ist, rundet den Roman ab.

Die Autorin Katharina Seck gewann bereits mit ihrem Roman „Die silberne Königin“ 2017 den Seraph Literaturpreis als bestes Buch des Jahres.
„Tochter des dunklen Waldes“ ist für mich persönlich nicht das beste Buch des Jahres, doch steht dieser Einzelband auf jeden Fall im Rang weit oben und erhält von mir eine klare Leseempfehlung!

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    • Titel: „Tochter des dunklen Waldes“
    • Autor: Katharina Seck
    • Verlag: Bastei Lübbe
    • Genre: Fantasy
    • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
    • Ersterscheinung: 24.11.2017
    • 415 Seiten
    • Preis: 12,00 €
    • ISBN 978-3-404-20880-7
    • erhältlich als Paperback oder Ebook

    Mehr Infos zu Autor und Buch gibt es hier bei >> Bastei Lübbe <<

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an Sarah vom Online PR-Team des Bastei Lübbe Verlags, die mir freundlicher Weise das Buch für die Rezension zur Verfügung stellte.

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Mark de Jager – „Der Fluch des Feuers“

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Stratus hat alles vergessen: Wer er ist, wer er war und in was für einer Welt er überhaupt lebt. Auf der Suche nach Antworten starten wir mit ihm bei Null und können gemeinsam die Welt um ihn herum entdecken, die sich größtenteils als unfreundlich erweist.

Mark de Jager, Ehemann der erfolgreichen Fantasy-Autorin Liz de Jager, versucht sich mit „Der Fluch des Feuers“ erstmals selber als Fantasy-Autor. Die Geschichte ist mehrteilig angelegt (derzeit schreibt er am zweiten Band). Die Handlungsstränge werden daher in „Der Fluch des Feuers“ nicht alle zu einem Ende geführt. Der Originaltitel des Romans lautet „Infernal“ und passt weitaus besser zur erzählten Geschichte.

Mark der Jager verrät in der Danksagung, dass er selber Rollenspieler ist und die Geschichte lässt in Bezug auf typische Begegnungen und Handlungsorte die Nähe zu klassischen Rollenspielen wie „Dungeons&Dragons“ erkennen.

Die Geschichte wird durchweg vom Hauptcharakter Stratus und dessen Entwicklung dominiert. Diese vollzieht sich eher schleppend, zumal Stratus zu Beginn noch nicht genau weiß, wohin und an wen er sich wenden will. Dialoge stehen deutlich hinter Beschreibungen über seine Befindlichkeiten und in sich gekehrte Monologe zurück. Sie sind es aber gerade, die den Roman richtig beleben! Auch wenn zugunsten eines interessanteren oder lustigeren Gesprächs Stratus nicht immer authentisch rüberkommt: Die Dialoge machen einfach Spaß!

Es liest sich wie die Geschichte eines Superhelden (in Gedanken nannte ich ihn anfangs tatsächlich „Hulk“), jedoch weniger strahlend, sondern eher verheerend.
Die Altersempfehlung ab 16 Jahren wird durch die zahlreichen brutalen Schilderungen von Gewalttätigkeit und Ekel provozierende Darstellungen gerechtfertigt. Daher ist der Roman vielleicht etwas Geschmackssache, aber ich fand ihn keinesfalls zu heftig und der Verlauf der Erzählung ist dank der teilweisen Ziellosigkeit erfrischend unvorhersehbar.
Der aufmerksame Leser kann übrigens Stratus Herkunft zumindest erahnen. Also gut aufgepasst!

Abschließend ist festzuhalten, dass der Leser etwas Ausdauer mitbringen muss, dafür aber mit unterhaltsamen Dialogen, viel Phantasie und einer großartigen Charakterentwicklung belohnt wird.

  • Titel: „Der Fluch des Feuers“
  • Autor: Mark de Jager
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Genre: Fantasy
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • Ersterscheinung: 24.11.2017
  • 464 Seiten
  • Preis: 15,00 €
  • ISBN 978-3-404-20891-3

Mehr Infos zu Autor und Buch gibt es hier bei >> Bastei Lübbe <<

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Raimon Weber – „Kuckucksmörder“

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Die Fassade einer heilen Familie widert ihn an. Das stille Leid, der stumme Schmerz. Er wird ihnen zeigen, wie eine intakte Familie auszusehen hat und was man mit denen macht, die Schuld auf sich geladen haben.

In Raimon Webers Psychothriller „Kuckucksmörder“ wird nicht lange gerätselt, wer der Mörder ist, nein, er wird uns schon bald vorgestellt und zur Hauptfigur erkoren. Wir dürfen seinem schrecklichen Treiben beiwohnen, seinem Pläneschmieden lauschen und seine Beweggründe erfahren. Dabei schlüpfen wir sporadisch auch in die Perspektive eines Opfers und einer Polizistin, die trotz schwerer Krankheit aus persönlichen Gründen auf eigene Faust nach dem Mörder sucht.

Der Titel passt perfekt. Dass häusliche Gewalt in diesem Roman eine gewichtige Rolle spielt, empfand ich als eine erfrischend andere und gute Idee. Solche Schicksale bleiben oft unerkannt und wir sollten vielleicht alle in der Hinsicht aufmerksamer auf unsere Mitmenschen achten. Im Roman wird unterschwellig ohne Zweifel der mahnende Finger erhoben. Der Autor schafft es in dem Zusammenhang sogar, zum Teil sowas wie Verständnis und Zustimmung für die Ansichten des Kuckucksmörders zu erzeugen.

Die Spannung wird zwar durchweg gehalten, ist aber grundsätzlich eher auf mittelmäßigem Niveau. Das Ende ist nicht absehbar und – was gerade bei Thrillern nicht selbstverständlich ist – gelungen. Empfehlenswert besonders abends zur dunklen Jahreszeit.

  • Titel: „Kuckucksmörder“
  • Autor: Raimon Weber
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch
  • Genre: Psychothriller
  • Ersterscheinung: 14.11.2014
  • 288 Seiten
  • Preis: 09.99 €
  • ISBN-13 9783548285344

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Renée Karthee – „Die seltsame Reise mit meinem Bruder“

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Nelly liebt gutes Essen und dessen Zubereitung. Vor allem für ihren eigenen Food-Truck. Ihr Leben könnte so schön sein, wäre da nicht die ewige Sorge darum, dass sie sich später um ihren autistischen Bruder Nils kümmern muss, wenn es ihre Mutter nicht mehr kann. Durch einen Unfall dieser wird Nelly plötzlich dem Ernstfall auf Probe ausgesetzt.

Renée Karthee nähert sich in „Die seltsame Reise mit meinem Bruder“ einem schweren Thema auf eine lockere Art an. Die Betreuung und Pflege von Verwandten ist oft nicht leicht zu schultern. Nelly ist von Kindesbeinen an daran gewöhnt, dass ihr Bruder spezielle Aufmerksamkeit benötigt. Sie ahnt sehr genau, was für eine Belastung ihr Bruder für sie sein wird. Sie will diese Verantwortung nicht, um die sie nie gebeten hat. Das sollte man im Hinterkopf behalten, denn unsere Protagonistin legt vorerst alles andere als sympathische Eigenschaften an den Tag, die es schwer machen, sie gern zu haben.

Das Buch ist nicht als Hilfe zur Selbsthilfe oder Mutmacher zu verstehen. Auch ist man hier falsch, wenn man wissen möchte, was Autismus denn genau ist. Es wird einfach nur eine schöne kleine Geschichte erzählt, mit leichten Schmetterlingen im Bauch wie das Cover sie schon ankündigt. Darin enthalten sind bezaubernde englische Häuser und Landschaften, Nils mit seiner eigentümlichen, aber liebenswerten Art und eine unerwartete Bekanntschaft, die Nellys Leben wohl noch mehr auf den Kopf stellt als ihr Bruder.

In der Geschichte heißt es, dass nicht genau bekannt sei, was Nellys Bruder letztendlich hätte. Er wäre nie getestet worden. Wahrscheinlich Asperger Syndrom, vielleicht noch etwas zusätzlich. Unnötig vage, aber auf diese Weise hinterfragt niemand sein Verhalten, was mir die einzige Erklärung ist.

Die sehr detaillierten Beschreibungen der Essenskreationen und auch das jeweilige Rezept am Ende jedes Kapitels machen das Buch einmalig und passen gut zu unserer Hauptfigur Nelly. Weniger freute es mich, dass sich bei Nelly Gedanken dazu einschlichen, dass das Essen bei ihr auf die Hüfte gehen könnte. Drei Sätze dazu aus dem Roman gestrichen und es hätte mir besser gefallen. Essstörungen sind ein ewig aktuelles Thema und ein Frauenroman darf gerne ohne gedankliche Abwanderungen auskommen, die als Tendenzen in diese Richtung interpretiert werden können.

  • Titel: „Die seltsame Reise mit meinem Bruder“
  • Autor: Renée Karthee
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch
  • Genre: Herz und Humor Frauenunterhaltung
  • Ersterscheinung: 10.07.2015
  • 304 Seiten
  • Preis: 09.99 €
  • ISBN: 13 9783548285177

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Amy Harmon – „Bird & Sword“

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Amy Harmon entführt uns in ihrem märchenhaft anmutenden Romantasy-Schmöker „Bird & Sword“ in die Welt Jeru, in der Magie mit dem Tode bestraft wird.

Lark, unsere Ich-Erzählerin, muss schon in jungen Jahren mit ansehen, wie das Urteil an ihrer Mutter vollstreckt wird. Um Lark vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren, nimmt ihre Mutter ihr kurz vor ihrem Tode ihre Stimme. Dreizehn Jahre später wird Lark als Geisel an den Hof des Königs geholt. Dort erkennt sie, dass auch König Tiras einige Geheimnisse umgeben.

Eine stumme Hauptfigur zu begleiten, ist eine spannende neue Erfahrung und von der Autorin wunderbar umgesetzt.
Es geht eindeutig nur oberflächlich um die Beschreibung und Ausschmückung der phantastischen Welt, obwohl der Ansatz so vielversprechend ist, dass es fast schon eine Schande ist. Die Liebesgeschichte und Larks persönliche Entwicklung stehen im Mittelpunkt, angemischt mit reichlich Zauberei. Der Verlauf der Geschichte ist zwar schon vorhersehbar, trotzdem aber nicht langweilig zu lesen. Wie genau das Liebespaar zueinander findet, das erfährt man dann doch nur beim Lesen.

Lark wirkt in der Liebesbeziehung leider schrecklich ergeben und ihr Partner derart grob und kühl, dass Lark zeitweise zu wünschen wäre, von ihm loszukommen. Plötzlich ist das alles vergessen und Romantik dringt geradezu triefend aus jeder Pore. Etwas mehr Authentizität und Logik wären dem Roman insgesamt gut bekommen.

Dennoch: Die Idee, als Autorin der Magie der Worte eine besondere Bedeutung beizumessen, hat mir imponiert und durchweg gut gefallen.

Der Vergleich mit „Game of Thrones“ ist allein eine Werbestrategie und man darf hier keine Arya Stark erwarten. Larks Werdegang nach der Hinrichtung ihrer Mutter ist ein komplett anderer.

Bei dem Buch handelt es sich um den ersten Teil einer zwei Bände umfassenden Reihe. Jeder Band ist in sich abgeschlossen. Teil 2 trägt den Titel „Queen and Blood“ und erscheint am 27. Juli 2018. Dort wird eine Nebenfigur aus dem ersten Teil zur Hauptfigur erhoben.

  • Titel: „Bird and Sword“
  • Autor: Amy Harmon
  • Verlag: LYX Verlag
  • Genre: Romantische Fantasy
  • Ersterscheinung: 26.10.2017
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • 398 Seiten
  • Preis: 15.00 €
  • ISBN: 978-3-7363-0548-9

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Bernhard Hennen, Robert Corvus – „Silberflamme“

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Was habe ich Bernhard Hennens und Robert Corvus‘ Roman „Silberflamme“ entgegen gefiebert!
Endlich geht die Reise unserer rivalisierenden Seefahrer Asleif Phileasson und Beorn, dem Blender, für uns weiter, mit Band 4 der Phileasson-Saga.

Der nächste Abschnitt unserer Rundreise um Aventurien, der Welt aus dem bekannten Rollenspiel „Das Schwarze Auge“(DSA), führt uns nach Tobrien, einem noch sehr naturbelassenem Herzogtum. Dieses Mal geht es besonders heiß her, denn wir haben zwei Wettstreiter, aber nur eine Silberflamme, die es zu finden gilt.

Wie schon bei den anderen Bänden der Reihe steigen wir nicht sofort in die aktuellen Geschehnisse ein, sondern erfahren im Prolog etwas zu Charakteren und Handlungen aus der Vergangenheit.
Spätestens danach sind wir aber genauso ungeduldig wie unser thorwalisches Vorbild Phileasson und wollen endlich von unseren Helden lesen. Dieser Wunsch wird uns erfüllt und wir sind direkt mittendrin: in der Mannschaft, in der Handlung.

Wir werden etlichen Crewmitgliedern „zugeschaltet“ und gewinnen neue Einblicke in ihre Beweg- und Hintergründe und ihre Intentionen. Keiner kommt dabei merklich zu kurz. Manch einer mag jedoch dadurch unerwartet in Ungnade fallen, ein anderer überraschend an Zuneigung gewinnen. Hier kann man sich nicht ganz sicher sein, was kommt. Ebenso gilt es für den jeweiligen Weg, den die Kontrahenten einschlagen.

Es zieht uns zu vielen neuen Handlungsorten mit teils sehr unterschiedlicher Vegetation. Die Beschreibungen schaffen es, die Kulissen geradezu greifbar zu machen. Zusammen mit den wirklich einmaligen Figuren wird es ein wahres Erlebnis. Die intensiven Bilder bleiben im Kopf, insbesondere die humorvollen und die spannungsgeladenen.

Für Kenner des Schwarzen Auges oder gar der Phileasson-Kampagne verstecken sich viele Anspielungen im Roman. Für Eingeweihte sicher eine ganz besondere Freude. Mir haben sie auf jeden Fall gut gefallen. Leider hat mir persönlich die Charakterentwicklung von einigen Crewmitgliedern dieses Mal nicht ganz so zugesagt, aber im nächsten Band kann sich bekanntlich schon wieder einiges ändern. Dass dieser Band bisher der längste der Reihe war, ging beim Lesen ziemlich unter. Es war trotzdem zu schnell das Ende erreicht.

  • Titel: „Silberflamme“
  • Autor: Bernhard Hennen, Robert Corvus
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Genre: Fantasy
  • Ersterscheinung: 11.09.2017
  • 688 Seiten
  • Preis: 14.99 €
  • ISBN: 978-3-453-31824-3

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