Allgemein

Rezension „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“

Kristina Günak ist mit „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ ein schön leichter Liebesroman gelungen, mit dem man ein paar wundervolle Stunden verbringen kann. Den Hergang kann man sich im Groben zwar schnell zusammenreimen, aber in diesem Fall ist der Weg das Ziel:

Bea hat immer alles im Griff. Darum erhält Bea den Auftrag, den Star-Autor ihres Verlages, der gerne mal aus der Reihe tanzt, unter ihre Fittiche zu nehmen. Was folgt, ist eine sanfte Entwicklung von zwei unfreiwillig zusammengepferchten Menschen hin zu einem Paar, das sich im Tiefsten miteinander verbunden fühlt.

Hervorzuheben ist dabei das immer intensivere Abtauchen in die Hintergründe und Beweggründe der beiden. Vielleicht ist der Titel gleichsam eine Anspielung darauf, wie viel Liebe die Autorin auch in ihr Schreiben steckt, denn die Figuren mit ihren Ecken und Kanten sind wunderbar erdacht und überzeugen mit ihrer Realitätsnähe. In der Charakterentwicklung ist sogar eine moralische Botschaft enthalten.

Auch dieser Liebesroman kommt ohne Klischees des Genres nicht aus. Es ist aber durch das verhältnismäßig geringe Ausmaß noch zu verschmerzen. Insgesamt ist das Buch sicher mit viel Humor gespickt, allerdings erzeugt dieser keine großen Lacher und hat geradezu Sitcom-Charakter mit einer spürbaren Aufforderung zum Lachen an bestimmten Stellen.

Mir persönlich kam der draufgängerische Star-Autor deutlich zu brav vor. So fehlte mir eine stärkere Eskalation. Die ganze Geschichte hätte auch gut ohne das tatsächliche Erscheinen von Beas Familie auskommen können. Vielleicht hätte es dann mehr Seiten für das Weiterspinnen der Geschichte gegeben, denn…

Durch den flüssigen Schreibstil geht es ungebremst in schnellem Tempo durch die Kapitel. Schon ist die letzte Seite da. Schade, hier hätte es gerne noch weitergehen dürfen.

Allgemein

Rezension „Feuer der Leere“

Der Feind: unbarmherzig und auf der Jagd.

Die Menschen: gezwungen, ruhelos durch die Leere zu ziehen.

In „Feuer der Leere“ (Robert Corvus) begleiten wir die letzten Großraumschiffe auf ihrem verzweifelten Kampf ums Überleben. Beständig auf neue Rohstoffe angewiesen setzen die Menschen immer wieder Fuß auf neue Himmelskörper, so auch auf den bereits von einer Alienrasse bewohnten Planeten Cochada. Welchen Preis wird die Menschheit für ihr Fortbestehen bezahlen müssen? In welcher Gestalt kann sie sich dabei ihre Menschlichkeit bewahren?

Der Roman wartet mit so ziemlich allem auf, was das Sci-fi-Herz begehrt: mit Raumkämpfen, fremden Spezies, Cyborgs, extrem gut recherchiertem Wissen zu Raumfahrt und -technik und mit großen Fragen: Was gibt einem Halt, wenn da nichts ist außer der Leere? Wird das Feuer einen verbrennen, reinigen oder wie einen Phönix aus der Asche aufs Neue auferstehen lassen?

Als Neuling im Sci-fi-Bereich sollte man sich besonders anfangs nicht von fremden Begrifflichkeiten verunsichern lassen, denn auch wenn es vielleicht etwas Mühe macht, so hat man diese Kennenlernphase schnell überwunden und es lohnt sich allemal, auch wenn sich die Geschichte nicht leicht herunterliest.

Zusammen mit den Charakteren des Buches werden wir zu Entdeckern, Diplomaten, Fürsprechern des Lebens, Verfechtern des Glaubens und Soldaten der Herzen. Niemand bleibt danach, wie er vorher war. Ein großartiges und bildgewaltiges Lese-Erlebnis, dem ich gerne beigewohnt habe. Obwohl als Einzelband angelegt, bleibt viel Raum für weitere Erzählungen. Man darf gespannt sein.

An dieser Stelle bedanke ich mich für die nette und lustige Leserunde!
Mit Autoren und anderen Lesern zusammen lesen? –> Hier geht es zu Leserunden.de

Allgemein

Rezension „Tote Helden“

Lasst uns eintauchen in die Welt von Astray!

Eine unglaubliche Geschichte muss sich dort zugetragen haben.
Ein Ereignis, dass die ganze Welt erschütterte und ihrer Oberfläche eine gewaltig klaffende Wunde beibrachte, die sie fortan in die Reiche Westray und Ostray spaltet. Was genau hat sich damals bloß ereignet? Wie kam es zu dieser Spaltung des einst großen Astray? Es geriet in Vergessenheit. Ebenso wie die Helden von einst. Doch es scheint, als würden sich neue Schrecken ankündigen. Wer soll sich ihnen entgegenstellen? Einer, der versucht, Erinnerungen im Wein zu ertränken? Oder einer, in dessen Lieder sich Visionen verirren? Lässt sich die Zukunft überhaupt beeinflussen?

Michael Peinkofers Fantasy-Roman „Tote Helden – Die Legenden von Astray I“  nimmt uns mit in eine zerrüttete Welt, in der lose Bündnisse unsicher Frieden versprechen und fanatische Gemeinschaften auf dem Vormarsch sind.

Dies ist der Auftakt zu einer Buchreihe und darauf ist die Geschichte in diesem Band auch ausgelegt: Viele Fragen werden mit in den nächsten Band transportiert. In Bezug auf die verschiedenen Völker, die Astray beherbergt, ist der Roman eher klassisch angelegt. Besonders zu Anfang mag der Eindruck entstehen, als würden Astray und Westeros (Kontinent aus „Game of Thrones“) nicht wenige Gemeinsamkeiten teilen, doch wird im weiteren Verlauf der Beweis erbracht, dass die Welten doch weit auseinanderliegen und jede autark für sich besteht. Den Persönlichkeiten der einzelnen Charaktere wird viel Aufmerksamkeit gewidmet und so erstrahlen sie mal in dem einen, mal in einem ganz anderen Licht. Leider finden sich ungewöhnlich viele Rechtschreib-Patzer, die aber nur geringfügig den Lesefluss stören.

Mir persönlich fiel es schwer, einen Sympathieträger für mich auszumachen. Ich wusste nie genau, ob ich mich auf die Seite eines Charakters schlagen konnte, da ich mir seines Standpunkts und seiner Intentionen nicht sicher sein konnte. Der Mangel an Kenntnis, die für eine genauere Einordnung der Handlungen und Charaktere vonnöten wäre, schraubt sich bis zum Ende des Buches auf ein immer unerträglicheres Maß hoch, das leider gehalten statt gesenkt wird. Ich bleibe mit der letzten Seite weitestgehend in Ahnungslosigkeit zurück.


An dieser Stelle bedanke ich mich für die nette und lustige Leserunde!
Mit Autoren und anderen Lesern zusammen lesen? –> Hier geht es zu Leserunden.de

Allgemein

Rezension „The couple next door“

Selten ist ein Thriller-Debüt so gelungen wie bei Shari Lapena mit „The couple next door“.

Es war eine schreckliche Idee, nebenan zu feiern, während das Baby daheim in seinem Bettchen schläft. Wie schrecklich, wird Anne und Marco Conti erst klar, als sie ihre Cora nach der Feier nicht mehr in ihrem Bettchen vorfinden. Wo ist die Kleine hin? Wer hat sie entführt? Und wie viel Zeit bleibt ihnen, sie zu finden?

Im rasanten Tempo stürzen wir uns direkt ins Geschehen, erleben die Verzweiflung, die Vorwürfe, das Misstrauen und die Verdächtigungen hautnah mit. Spannung ist von Anfang an garantiert. Der fliegende Wechsel der Charakterperspektiven gleicht dem Schwenk einer Kamera, die immer wieder eine andere Person in den Fokus holt. Und tatsächlich scheint es, als habe jede auch ihr eigenes Bündel zu tragen und sei einen genaueren Blick wert. Düstere Geheimnisse werden mit der Zeit ans Licht gezerrt. Währenddessen bleibt reichlich Platz zum Mitraten und Mitfiebern.

Sehr gut erdacht und perfekt umgesetzt. Ich mochte das Buch nicht aus der Hand legen, so nah fühlte ich mich der Handlung. Das wird gewiss nicht mein letzter Lapena-Roman gewesen sein.

Ein kleiner Bonus für „Grey’s Anatomy“-Fans: Die Autorin hat offenbar einen Faible für Charakternamen, die es auch schon aus Shonda Rhimes Feder gab. Viel Spaß beim Entdecken!

Allgemein

Fantasywoche – Tag 7

Live-Lesungen:

T. S. Orgel mit „Die Blausteinkriege II – Sturm aus dem Süden“

Rose Snow mit „17 – das erste Buch der Erinnerung“

Christin Burger mit „Im Kreis der Sieben“

nicht live: Ela Feyh mit „Sylnen“

 

Interviews von Bloggern:

mit Rebecca Resch und Tanja Rörsch

mit Marie Graßhoff

mit Amber Auburn

mit Emily Thomsens Protagonistin Gaia aus „Medusas Fluch“

mit Alana Falks Protagonistinnen Liliana und Adara aus „Sternensturm“

mit Nicole Böhms Protagonist Jaydee aus den „Chroniken der Seelenwächter“

mit Wolfgang Thons Protagonisten Auguste und Maria von Villesen und Eik Schmalens aus „Blutiges Land“

 

Gewinnspiel:

von Mirjam  H. Hüberli:  1x REBELL-Taschenbuch (Band 1 signiert) und ein Überraschungs-Goodieset, 1x REBELL-Taschenbuch (Band 1signiert) REBELL-Postkarte & Illustrationskarte, 1x REBELL-Taschenbuch (Band 1 signiert), 4. Platz: 1x E-Book REBELL

Christin Burger verkündete in ihrer Live-Lesung, dass die Fantasywoche wieder stattfinden wird.