Schreibtipps

Ideenfindung – Teil 2

Du kannst dich auf den Kopf stellen, aber nichts hilft so recht, um auf die zündende Idee zu kommen? Vielleicht hilft dir der folgende Fragenkatalog weiter. Bevor du dich zu sehr an eine Idee klammerst, prüfe aber auch, wie gut sie mit deinem Vorhaben einhergeht:

  • In welchem Genre würde ich gerne schreiben?
  • Welches Genre ist derzeit besonders im Trend?
  • Welche Altersgruppe möchte ich bedienen?
  • Was liest die gewählte Altersgruppe vorwiegend?
  • Was ist Thema bei der gewählten Altersgruppe?
  • Darf die Recherche umfangreich werden oder sollte ich mich schon auskennen?
  • Welche Textlänge sehe ich vor und passt diese zu Genre und Altersgruppe?
  • Was würde mich als Leser interessieren?
  • Welche Themen beschäftigen mich?

Dir fällt noch eine Frage ein, die deiner Meinung nach mit in den Fragenkatalog gehört? Schreibe sie unten als Kommentar und ich werde ihn gerne um sie ergänzen.

Schreibtipps

Ideenfindung – Teil 1

Schreiben könnte so schön sein…wenn man nur genau wüsste, worüber. 

Hier liste ich einige anregende Tätigkeiten zur Ideenfindung auf:

  • routinierte Handlungen vollziehen und dabei Gedanken abschweifen lassen
  • Reisen und/oder lange Spaziergänge
  • inspirierende Geschichten via Internet oder im Umkreis suchen
  • Brainstorming
  • Mindmap erstellen, Zeichnungen machen/ Malen
  • durch Buchläden schlüren, Leserforen besuchen
  • Schlafen legen und von Träumen inspirieren lassen
  • Austausch mit anderen Autoren oder gleich Gemeinschaftsprojekt starten
  • Bücher lesen; ggf. dazu an Leserunden teilnehmen
  • Notizen machen; hierfür immer etwas zum Notieren mitnehmen (man weiß ja nie)
  • aus einzelnen Notizen Kombinationen ausprobieren
  • Schreibwettbewerbe durchstöbern
  • verschiedene Themen recherchieren
  • Musik hören …

Wenn man so darüber nachdenkt, gibt es eigentlich unendlich viele Möglichkeiten, sich von der Muse küssen zu lassen. Oft ist es nicht ein Mangel an Kreativität, sondern der eigene Anspruch, der zurückhält:

Ist eine Geschichte zu einfach? Dann gilt es erst recht, Professionalität zu beweisen, um sie interessant zu halten und gewöhne dir besser an, nicht ewig auf DIE EINE Idee zu warten. Schau lieber, was sich im Schreibprozess ergibt. Dazu sei gesagt, dass unzählige Autoren auch nicht jede Idee bis zum Ende verfolgt haben und vieles unfertig und unveröffentlicht in einer Schublade oder einem digitalen Ordner schlummert. Im Grunde gilt dasselbe, wie für das Sport machen: Wer sich bewegt, der hat für sich schon gewonnen.

Und ja, jede Tätigkeit kann es noch schlimmer machen. Wie? Indem sie nicht hilft und somit den Druck nurmehr erhöht. Hier hilft nur Ruhe bewahren. Wenn man an dem Punkt ist, an dem man sich fragt: Gibt es nicht schon alles? Dann sollte die Antwort lauten: Noch nicht von dir. 

Rezensionen

Rezension „Smash 99 – Blutrausch“

978-3-7325-2555-3-Frank-Smash99-Folge-1-org

J. S. Franks „Smash 99 – Blutrausch“ ist der erste Band von bisher insgesamt 5 Bänden um „Smash 99“, eine Substanz, die Menschen zu „Smashern“ werden lässt. Als solche zerschmettern sie ihre Mitmenschen mit ungeheurer Körperkraft bis sie selbst daran zu Grunde gehen.

Der Protagonist Hardy Stalmann verfolgt die Berichte über die „Smasher“ und die damit einhergehende Verzweiflung der Menschen. An seiner Schule, an der er als Lehrer tätig ist, bemerkt er, wie immer mehr Schüler sich aus Eskapismus Drogen hingeben und sagt den Drogen den Kampf an. Die Handlung ist in sich geschlossen.

Dadurch, dass sich die Gefahr weitesgehend eindämmen lässt und auch „nur“ Deutschland betroffen ist, hält sich die gefühlte Bedrohung in Grenzen. Von apokalyptischen Zuständen lässt sich noch nicht sprechen. Umso seltsamer wirkt es, dass die Menschen dennoch verzweifeln und vermehrt zu Drogen greifen.

Dass diese direkt in der Schule erworben werden können und wirklich niemand außer der Hauptfigur – auch nicht die Schulleitung – etwas gegen die neue Drogen-Beschaffungskultur im eigenen Haus unternimmt, erschließt sich mir nicht.

Die Namen klingen nicht harmonisch und passen auch nicht zum Deutschland-Setting (Beispiel: Jimmy Ostermann). Insgesamt wird versucht, amerikanische Verhältnisse nach Deutschland zu übertragen. Da stellt sich die Frage, warum es nicht von vornherein in Amerika spielt.

Die „Smasher“ erinnern an „28 Days Later“, da die Wirkung des dortigen Virus ähnlich ist und Stalmann ist augenscheinlich an „Dr House“ angelehnt. Man muss als Autor sicherlich nicht das Rad neu erfinden, aber zu abgekupfert darf es auch nicht wirken. Hier bewegt sich der Roman auf dünnem Eis.

Für mich als Dystopie-Liebhaberin eine herbe Enttäuschung, da keine Endzeit-Stimmung aufkommt und auch keine Zombies darin vorkommen (hatte diesbezüglich eine Erwartungshaltung, da es von Be-ebooks als „Zombie-eBook“ bezeichnet wurde). Zusätzlich hätte etwas mehr Recherche dem Roman ganz gut getan (es heißt „der IS“, nicht „die IS“ und Lehrer sind keine Pädagogen, um nur zwei Beispiele zu nennen).

Immerhin lässt sich der Roman recht flüssig lesen und wen ein paar Ungereimtheiten nicht stören, den kann der Roman einen Abend lang ganz nett unterhalten.

  • Titel: „Smash99“
  • Autor: J.S. Frank
  • Verlag: beBEYOND Bastei Entertainment
  • Genre: Thriller
  • Ersterscheinung: 06.10.2016
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • 120 Seiten
  • Preis: 00.00 €
  • ISBN: 978-3-7325-2555-3

>> Kaufen <<

Allgemein

Next Round: Leserunde die Zweite

Auch wenn es noch etwas hin ist, möchte ich schon vorankündigen, dass ich ab dem 14.04.2017 an einer neuen Leserunde teilnehmen werde. Diesmal zu „Feuer der Leere“ von Robert Corvus. Nach Beendigung der Leserunde wird hier wie schon zu „Die Wölfin“ meine Rezension eingestellt.

Wer Lust hat, kann sich ebenfalls noch zu dieser Leserunde anmelden (bis zum 31.03.2017 inklusive Bewerbung um ein Freiexemplar).

Allgemein

Was ist die Online Fantasywoche?

In diesem Jahr wird im Februar (06.2.-12.2.) erstmalig das Projekt Online Fantasywoche realisiert.

Die beiden Autorinnen Emily Thomsen und Christin Burger haben es auf den Weg gebracht und mit ihnen sind es insgesamt 21 Autoren, die uns in der Fantasywoche mit Live-Lesungen, Live-Chats, Gewinnspielen und mehr in die Fantasy-Welt entführen wollen. An Verlagen sind beteiligt: Droemer Knaur, Heyne, Arena, Blanvalet, Greenlight Press und der Drachenmond Verlag.

Kostenlose Tickets gibt es auf der Homepage zur Fantasywoche.

Natürlich lasse ich mir dieses Event nicht entgehen und werde später dazu berichten!

Rezensionen

Rezension „Die Wölfin“

Die Phileasson-Saga - Die Woelfin von Bernhard Hennen

Ich habe wirklich lange schon keinen Fantasy-Roman mehr in Händen gehalten und ich muss sagen, dass „Die Wölfin“ wieder richtig Lust gemacht hat. Auf das Genre. Auf Das Schwarze Auge. Und darauf, die Wettfahrt bis zum Ende zu begleiten. Und das, obwohl ich schlimmer Mensch erst mit diesem Band in die Saga gestartet bin.

Mit „Die Wölfin“ nimmt uns das Autorenteam Bernhard Hennen und Robert Corvus zum dritten Mal mit auf Wettfahrt der Seefahrer Asleif Phileasson und Beorn, dem Blender. Angesiedelt ist das Abenteuer in der Welt Das Schwarze Auge.

Eine Mannschaft zusammenzuhalten, sich ihr Vertrauen zu sichern und Gefahren von ihnen abzuwenden, da hat man schon mal alle Hände voll zu tun. Erst recht, wenn man dies nicht wie gewohnt auf See, sondern an Land vollbringen muss. Die beiden rivalisierenden Drachenführer Phileasson und Beorn ziehen in ihr nächstes Abenteuer, das sich jeweils sehr unterschiedlich gestaltet. Es gilt Rätsel zu lösen und allerhand Konflikte zu bewältigen. Dabei tun sich manche düstere Abgründe auf.

Ein großes Lesevergnügen nicht nur für diejenigen, die bereits mit der Welt Das Schwarze Auge vertraut sind. Jedoch können sich Eingeweihte durchaus über ein paar besondere Schmankerl freuen, was Persönlichkeiten, Orte und Elfengeschichte anbelangt.

Geheimnisse laden zum Mitraten ein und auch so einige köstlich humoristische Elemente sind enthalten. Die alten sowie neuen Figuren gewinnen im Laufe der Geschichte an Facetten hinzu, jedoch kann das Buch allein schon durch die Vielzahl an Charakteren nicht allen in der Hinsicht gerecht werden. Da die Saga aber insgesamt 12 Bände beinhalten wird, heißt es getrost warten, denn es bleibt noch viel Raum zum Erzählen.

Apropos: Bis Herbst 2017 müssen wir leider warten bis die Saga fortgesetzt wird.

  • Titel: „Die Wölfin“
  • Autor: Bernhard Hennen, Robert Corvus
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Genre: Fantasy
  • Ersterscheinung: 12.12.2016
  • 592 Seiten
  • Preis: 14.99 €
  • ISBN: 978-3-453-31753-6

>> Kaufen <<

Allgemein

Fazit nach meiner ersten Leserunde

Meine erste und sicherlich nicht letzte Leserunde schließe ich mit einer Mischung aus Freude und Betrübnis. Denn: Sie hat sehr viel Spaß gemacht und da darf man auch mal ein wenig traurig sein, wenn sie sich dem Ende neigt.

Es handelte sich um das Buch „Die Wölfin“ von Berhard Hennen und Robert Corvus.

In Hinblick auf meine erste Leserunde war ich im Vorhinein etwas in Sorge, dass ich schnell die Lust daran verlieren könnte und es dann schrecklich aufgezwungen wäre. Zum Glück war es nicht so, sondern ich habe mich sogar mehrfach dabei erwischt, noch einmal das Forum zu aktualisieren: Vielleicht hatte irgendwo irgendwer schon wieder einen Beitrag hinzugefügt.

Denn zum Einen war es für mich sehr spannend, die tatsächlich sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen des Gelesenen aufeinander treffen zu sehen. Zum Anderen spielte sich der Kontakt miteinander auf einer sehr angenehmen, locker-lustigen Ebene ab. Und über das Buch „Die Wölfin“ schrieb ich auch einfach gerne.

Weitere Bedenken hatte ich in Bezug auf die zu investierende Zeit. Ich muss gestehen, dass ich recht langsam lese und das Pensum zu schaffen plus die jeweilige Meinung zum Abschnitt kundzutun, da ließ sich vorher von meiner Seite her nicht so ganz einschätzen, ob das zu bewältigen wäre.

Ich musste mich zum Teil auch wirklich zwingen, mich abends noch aufzuraffen, obwohl die Müdigkeit mich das eine oder andere Mal schon ins Bett beordern wollte. Ablenkungen gab es auch zur Genüge. Umso stolzer kann ich sein, dass ich diszipliniert dabei blieb und für das gemeinsame Lese-Erlebnis hat es sich auch definitiv gelohnt!

Alles in allem bin ich sehr froh, dass ich an der Leserunde teilgenommen habe und bin gerne noch einmal dabei.